Einspruch gegen Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot prüfen

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Alkohol am Steuer

Welche Bußgelder drohen bei Überschreitung der Promillegrenze?

Tatbestand
Bußgeld
Punkte
Fahrverbot
Tatbestand
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze beim ersten Mal
Bußgeld:
500 Euro
Punkte:
2 Punkte
Fahrverbot:
1 Monat Fahrverbot
Tatbestand
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze beim zweiten Mal
Bußgeld:
1.000 Euro
Punkte:
2 Punkte
Fahrverbot:
3 Monate Fahrverbot
Tatbestand
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze beim dritten Mal
Bußgeld:
1.500 Euro
Punkte:
2 Punkte
Fahrverbot:
3 Monate Fahrverbot

Welche Promillegrenzen gelten in Deutschland?

Die in Deutschland seit April 2001 vorgeschriebene Promillegrenze liegt bei 0,5. Bei einem niedrigeren Promillewert ist im Auto allerdings Achtsamkeit von Wichtigkeit, denn verursacht man mit einem Wert von über 0,3‰ einen Unfall oder benimmt sich fahruntauglich im Verkehr, drohen Strafen.

Promillegrenze bei Verkehrsteilnehmern in der Probezeit oder unter 21 Jahren

Um unerfahrene oder junge Fahranfänger zu mehr Sorgfalt in Bezug auf Alkohol im Straßenverkehr zu zwingen, gilt bei ihnen seit dem 1. August 2007 ein totales Fahrverbot bei vorigem Alkoholkonsum. Die genannten Gruppen sind besonders gefährdet einen Unfall zu begehen, was sich durch Alkohol, wenn auch in Maßen, noch verstärken würde. Vor allem Jugendliche überschätzen auch ohne Alkoholkonsum oftmals ihr Können.

Promillegrenze gilt bei Radfahrern

Bisher ist es Radfahrern erlaubt einen Promillewert von bis zu 1,6 zu haben, sofern sie nicht fahruntauglich sind oder einen Unfall verschulden. Ist dies jedoch der Fall, liegt schon ab 0,3 Promille eine Straftat vor. Bei 1,6 Promille liegt auch ohne ein solches Verschulden grundsätzlich eine Straftat vor. Das Radfahren unter Alkoholeinfluss hat Konsequenzen bezüglich des Führerscheins. So werden bei einer Straftat bis zu 3 Punkte, ein Bußgeld und eine MPU verordnet. Nimmt man die MPU nicht wahr, muss der Führerschein abgegeben werden oder das Fahren eines Kraftfahrzeuges wird untersagt.

Welche Bußgelder gelten für Alkohol am Steuer?

Wann sollte man Einspruch einlegen?

Erhält man einen Bußgeldbescheid kann nur durch einen erfahrenen Anwalt überprüft werden ob der Vorwurf berechtigt ist oder Fehler bei der Bestimmung des Alkoholgehaltes gemacht wurden.

Welcher Unterschied besteht zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat?

Droht die Verbots- oder Gebotsnorm eine Geldbuße (Bußgeld) an, so liegt keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit vor. Die Abgrenzung erfolgt allein nach der verhängten Rechtsfolge. Kennzeichnend für eine Straftat ist die Androhung einer Geld- oder Freiheitsstrafe im Gesetz.

Die Geldbuße ist eine Unrechtsfolge für eine tatbestandsmäßige, rechtswidrige und vorwerfbare (schuldhafte) Handlung (vgl. § 1 OWiG). Die Geldbuße hat allerdings praktisch dieselbe Wirkung für den Zahlungspflichtigen wie eine Geldstrafe. Er muss einen Teil seines Vermögens und/oder seines Einkommens an die Gemeinde-, Kreis- oder Staatskasse abführen.

Ordnungswidrigkeitstatbestände sind im Ordnungswidrigkeitengesetz aufgeführt.

Wie lange bleibt Alkohol im Körper? Wann bin ich wieder fahrtüchtig?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Wieviel Alkohol du zu einem bestimmten Zeitpunkt am Abend im Blut hast, hängt nämlich nicht nur davon ab, wie viele alkoholische Getränke du bis dahin getrunken hast. Es kommt auch darauf an, ob du vorher etwas gegessen hast. Dein Alter, dein Gewicht und deine Größe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Durchschnittlich bauen Frauen 0,1 Promille/Std ab und Männer 0,2 Promille/Std

Was ist eine Nachtrunkbehauptung?

Ein Autofahrer kann theoretisch eine Nachtrunkbehauptung anwenden, um sich vor Sanktionen für Alkohol am Steuer zu schützen. Meldet sich z. B. kurz nach der Autofahrt die Polizei bei dem Verkehrsteilnehmer, weil einem Zeugen dessen Fahrweise aufgefallen ist, nutzt vielleicht mancher die Nachtrunkbehauptung, um den verräterischen Promillewert im Blut zu erklären.

Um eine Nachtrunkbehauptung zu überprüfen, werden in der Regel von der Polizei bzw. von entsprechenden Sachverständigen zwei Blutproben genommen. Zwischen beiden liegt ein zeitlicher Abstand von 30 Minuten.

Der Grund dafür ist die Geschwindigkeit, mit der Alkohol vom Körper abgebaut wird. Denn der Abbau beginnt erst etwa zwei Stunden nach dem Alkoholkonsum.

Wenn der Nachtrunk angeblich kurz vor der Kontrolle durch die Beamten stattfand, müsste daher die BAK bei der zweiten Blutprobe höher sein als bei der ersten.

Ist jedoch der Nachtrunk nur eine Schutzbehauptung, so zeigt die zweite Blutprobe eine niedrigere BAK als die erste. Damit wäre der betroffene Verkehrsteilnehmer der Lüge überführt.

Außerdem ist es möglich, mit Hilfe einer Begleitstoffanalyse von Sachverständigen festzustellen, welche Art von Alkohol zu welchem Zeitpunkt in den Körper gelangt ist. Die Behauptung eines Autofahrers, der vorgibt, einen Nachtrunk in Form von Wodka zu sich genommen zu haben, jedoch tatsächlich vor Fahrtantritt Bier getrunken hat, kann daher durch die Begleitstoffanalyse widerlegt werden.

Welche Sanktionen sieht das Strafrecht für Delikte im Vollrausch vor?

Eine im Rausch begangene rechtswidrige Tat kann sowohl nach dem Strafgesetzbuch (StGB) als auch nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) geahndet werden. § 122 OWiG und § 323a StGB weisen demnach einige Ähnlichkeiten zueinander auf. Die Gesetzestexte unterscheiden sich jedoch insofern, dass es im OWiG um Ordnungswidrigkeiten und im StGB um Straftaten geht.

Der Vollrausch nach § 323a StGB wird wie folgt bestraft:

Wer sich vorsätzlich oder fahrlässig durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in einen Rausch versetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn er in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begeht und ihretwegen nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist.“

Es droht demnach eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, wenn ein Vollrausch fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde, nur um der eigentlichen Strafe für die Rauschtat zu entgehen.

Die betroffene Person kommt also auch nicht straffrei davon, wenn sie als schuldunfähig angesehen wird.

Allerdings schreibt § 323a StGB weiterhin vor, dass die Strafe für den aus Vorsatz oder Fahrlässigkeit herbeigeführten Vollrausch nicht höher sein darf, als die Strafe für die eigentliche Rauschtat. Doch wann liegt im Strafrecht eigentlich Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz in Bezug auf einen Vollrausch vor?

Wann liegt fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Vollrausch vor?

Auch wenn ein Vollrausch nach § 323a StGB gleichermaßen bestraft wird, wenn er aus Fahrlässigkeit oder aus Vorsatz verursacht wurde, muss trotzdem zwischen den beiden Begriffen unterschieden werden. In Bezug auf eine im Rauschzustand begangene Tat könnte die jeweilige Definition folgendermaßen aussehen:

Vorsatz: Eine Person weiß sehr wohl – oder nimmt die Tatsache zumindest billigend hin -, dass Alkohol oder andere berauschende Mittel zu einem Vollrausch führen. Ihr ist ebenfalls bekannt, dass dieser Rausch wiederum für eine geringere oder gar keine Schuldfähigkeit spricht. Versetzt sie sich jedoch trotzdem in diesen Zustand, obwohl ihr klar ist, dass sie eventuell aufgrund der fehlenden Einsicht im Vollrausch eine Straftat begehen könnte, handelt sie vorsätzlich.

Fahrlässigkeit: Eine Person hat sich zwar aus Vorsatz in einen Vollrausch versetzt, allerdings nicht damit gerechnet, dass sie in diesem Zustand eine Straftat begehen könnte, obwohl dies durchaus möglich gewesen wäre. In diesem Fall handelt sie fahrlässig.

Gibt es für Vollrausch eine Promillegrenze?

In der Regel tritt dieser Fall bei einem durch Alkohol herbeigeführten Vollrausch bei 3,0 Promille ein.

Werden Alkohol und Drogen kombiniert, sind die Auswirkungen nicht zu beziffern. Faktoren wie die körperliche und psychische Verfassung spielen dabei genauso eine Rolle, wie die jeweilige Substanz und die konsumierte Menge.

Ist bei Mischkonsum der Führerschein sofort weg?

Der Mischkonsum von Cannabis und Schnaps bzw. Alkohol generell kann schnell eine absolute Fahruntüchtigkeit nach sich ziehen, weshalb Sie in einem solchen Fall um die Entziehung der Fahrerlaubnis normalerweise nicht herum kommen. Schließlich haben Sie nicht nur sich selbst durch Ihr Verhalten einer nicht einschätzbaren Gefahr ausgesetzt, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

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